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Nicht alle Probleme dürfen lokal begrenzt bleiben. Die Thematik Bahnstraße lässt sich nicht lösen, ohne das Umfeld genau zu betrachten und dann erst Maßnahmen zu ergreifen. Diese sind aus unserer Sicht nur so zusammenzufassen: Die Bahnstraße: Nachhaltig – Ökologisch – Sozial – Bürgernah – Ergebnisorientiert
Wir brauchen keine Konzepte für die Bahnstraße – Konzepte für den gesamten Raum in der Innenstadt sind gefragt! Daher ist nicht die Bahnstraße nicht isoliert zu betrachten. Wir empfehlen die Schaffen einer „Wirtschaftszone Innenstadt“, so dass stadtplanerisch alle relevanten Bereiche der Innenstadt rund um die Bahnstraße berücksichtigt werden. Die punktuelle Beschränkung allein auf die Bahnstraße bringt nur Ergebnisse, die an Nachhaltigkeit vermissen lassen. Stadtentwicklung betrachtet nicht nur einen Brennpunkt, sie hat die ganze Stadt und die Auswirkungen der Aktivitäten auf die Umgebung zu berücksichtigen. Die „Wirtschaftszone Innenstadt“ umfasst unserer Meinung nach den folgenden Bereich: Wassergasse bis Wilhem-Leuschner-Platz, dann entlang der August-Bebel-Str. zur Bahnstr. und von Rheinstr.. bis Jahnplatz, den alten SSG-Sportplatz bis hin zum Bahnhof. Sinnvolle Stärkung der Innenstadt heißt, dass nur dann die Problem in der Bahnstraße gelöst werden.
Eine „große städtebauliche Lösung“ allein für die Bahnstraße sollte erst dann in Frage kommen, wenn sicher ist, dass das Geld auch sinnvoll investiert wird. Zur Zeit liegen keinerlei tragfähige Konzepte zur Lösung der Probleme im innerstädtischen Bereich oder der Bahnstraße allein vor. Alles was geboten wird, sind verschönernde Eingriffe, die keinen Einfluss auf die Attraktivität und Belebung haben. Daher sind alle Planungen nur kosmetische Ablenkungen und deshalb absehbar fehlinvestiert. Die Begründung, nur weil eine Förderung in Aussicht steht, stellt allein kein Grund da, die Fördergelder und das eigene städtische Kapital in den Sand zu setzen. Stadtplanung sollte immer einen langfristigen Planungshorizont haben und nicht an kurzfristigen Problemen herumlaborieren. Schlechte Planung heute verbaut den Bürgerinnen und Bürgern die Potentiale für Morgen. Daher planen und unterstützen wir die folgenden Maßnahmen:
- Schaffung wirtschaftlicher Anreize für publikumswirksame Geschäfte (steuerliche Anpassungen, Gebührenreduzierung für die Nutzung von öffentlichen Flächen usw.),
- Belebung des öffentlichen Raums am Abend durch regelmäßige kulturelle Aktivitäten innerhalb der oberen Bahnstraße (Event-Zone),
- Abendliche Belebung durch Anpassung der Öffnungszeiten (Schlafstadt-Problematik),
- Umgestaltung der mittleren Bahnstraße auf Marktfähigkeit, wobei der Baumbestand erhalten bleiben muss. Die Event-Zone kann für Dauerausstellungen und Künstlerwettbewerbe und –Aktionen permanent genutzt werden.
- Verstärkung des ÖPNV durch Kleinzubringer von und zur Bahnstraße – ggf. gefördert bzw. kostenreduziert,
- Langfristige behutsame bauliche Umgestaltung, angepasst an die tatsächlichen Verhältnisse und Bedürfnisse, basierend auf einem wirtschaftlich sowie städtebaulich nachhaltigem und tragfähigem Konzept (Erarbeitung mit allen Zielgruppen und Betroffenen – isolierte Lösungen blockieren die zukünftigen Potentiale),
- Aufkauf von Arealen mit Dauerleerständen und Umgestaltung mit sozialen Nutzungskonzepten (Altenwohnanlage, Kunst- und Kulturzentren, Discotheken),
- Verkehrsfähige Umgestaltung der Umgebung der Bahnstraße (Parkpalette auf dem Jahnplatz (die Kerb kommt vor die Stadtkirche, der Wochenmarkt in die mittlere Bahnstraße) und TEEGUT, Öffnung von Parkflächen entlang der Wirtschaftszone).
- Weiterhin freies Parken im Stadtgebiet, jedoch Verkürzung der Parkzeiten entlang der Bahnstraße zu Geschäftszeiten auf 30 min und Öffnung der Geschäftsparkplätze für alle Parksuchenden,
- Begründung eines Carsharing-Parks im Bereich der Innenstadt (Elektro, Gas, Kleinstmobile, zweispurige Fahrräder usw.),
- Anpassung der Verkehrs- und Parkzonen rund um die Altstadt (Randbebauung am alten Rathausplatz mit öffentlichem Gebäude im Stil Fachwerk und Parkpalette),
- Publikumsmagnete in den Anschlussbereich obere bis mittlere Bahnstraße,
- Einbindung von Hochschulen in den Wettbewerb mit ökonomischen und städtebaulichen Kompetenzen (kostenlos) mit Auslobung von Preisen.
Eine kleine Impression vermitteln die folgenden Abbildungen:

Beispiel Altstadt

Beispiel obere Bahnstraße

Beispiel mittlere Bahnstraße
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